Die Wirtschaft in Deutschland boomt. Die Arbeitslosigkeit ist auf dem niedrigsten Stand seit 1992. Die Beschäftigungsrate der über 50-jährigen liegt bei 52%! Und Deutschland versucht Fachkräfte aus den europäischen Nachbarländern, wo es nicht so gut läuft.
Dies, was wie eine absurde Zeitungsente erscheint, ist ernst gemeinte Realität. In einem Land, das eine so niedrige Beschäftigungsquote in der Altersgruppe 50+ hat, wie kaum ein anderes Land in der EU, geschweige denn in Japan oder den USA. In einem Land, wo über 30 Millionen Menschen in Deutschland 45 Jahre und älter sind. In einem Land, wo das größte gesellschaftliche Vermögen bei den Menschen zwischen 50 und 80 Jahren liegt. In einem Land, wo der Vorruhestand immer noch staatloch subventioniert wird. In einem Land wird immer noch täglich eher der 30-jährige als ein erfahrender 52-jähriger eingestellt. Trotz aller Studien, die beweisen, dass die Leistungsfähigkeit mindestens genauso hoch ist und der Krankenstand eher niedriger. Trotzdem deutlich erwiesen ist, dass man Erfahrung nicht lernen kann und eben diese einen hohen ökonomischen Mehrwert liefert, geht man in diesem Land eher dazu über, jüngere Menschen aus Spanien, Italien oder Griechenland zu „importieren“.
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