Bewerbung, Vorstellung_iStock_000010060651XSmallDie bevorstehenden Feiertage und Ferien nutzen viele Schüler für ihre Bewerbung für eine Ausbildung. Mit einer guten Bewerbung für den gewünschten Ausbildungsplatz könnt ihr euch bereits positiv von anderen Bewerbern abheben und eure Chancen auf eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch stark verbessern. Auf was gilt es also beim Schreiben der Bewerbung besonders zu achten, womit könnt ihr punkten? Wir haben euch ein paar wichtige Tipps für eine gute Bewerbung um einen Ausbildungsplatz zusammengestellt.

Rückfragen vor der Bewerbung

Wenn du Rückfragen zu der Ausschreibung und der Ausbildung hast frag einfach nach. Ruf beim Unternehmen an und erkundige dich, so haben sie zu der dann folgenden Bewerbung auch schon einmal eine Stimme gehört. Mach den Anruf selbst und schick nicht Mama oder Papa vor. Das Unternehmen will DICH und nicht deine Eltern kennenlernen.

Deine Bewerbung ist deine Visitenkarte

Deine Bewerbung ist deine Visitenkarte und der erste Eindruck, den du bei dem Unternehmen hinterlässt und sollte etwas über Dich, deine Person und deine Stärken aussagen. Damit deine Bewerbung ein rundes Bild abgibt sollte sie auf jeden Fall ein auf den Ausbildungsbetrieb und die jeweilige Ausbildung zugeschnittenes Anschreiben enthalten. Wichtig sind außerdem deine Zeugnisse und ein Bewerbungsfoto von dir.

Das Anschreiben

Das Anschreiben sollte unbedingt etwas darüber aussagen, warum du die Ausbildung machen möchtest, auf die du dich bewirbst. Wenn du selber nicht weißt wieso du diese Ausbildung machen möchtest, wieso sollte dann das Unternehmen glauben, dass du ein guter Azubi werden kannst? Hier könnt ihr positiv auffallen, wenn ihr dokumentiert, dass ihr euch mit dem Berufsbild und der zu absolvierenden Ausbildung auseinandergesetzt habt. Natürlich zählt dazu auch euch mal über das Unternehmen zu informieren. Im digitalen Zeitalter habt ihr den Luxus, dass viele Unternehmen über ihre Webseite informieren und dort auch noch was zu den Anforderungen erzählen.

Erzähl was von Dir

Was kannst du über dich erzählen, wie würdest du deine persönlichen Stärken einschätzen? Bist du vielleicht ein sehr offener Mensch, der gerne auf andere zugeht? Oder kannst du gut organisieren und bist sehr ordnungsbewusst? Sicherlich gibt es einige Punkte, über die du dir gar nicht im Klaren bist, die jedoch anderen sehr positiv auffallen. Wenn du darüber gar keine Vorstellung hast, dann mach doch mal ein Interview unter deinen Freunden oder auch bei deinen Eltern und lass dir mal berichten, was anderen besonders positiv an dir auffällt.

Welche Tätigkeiten, Hobbies oder Schulfächer liegen dir besonders gut und machen dir besonders viel Spass? Stehen diese Tätigkeiten in einem direkten Zusammenhang mit der Ausbildung, auf die du dich bewirbst? Hast du vielleicht sogar schon praktische Erfahrungen sammeln können, bei denen du dein Talent unter Beweis gestellt hast? Im Anschreiben solltest du diese Tätigkeiten unbedingt erwähnen und damit zeigen, dass du für diesen Ausbildungsplatz ein geeigneter Kandidat bist.

Was machst du mit schlechten Schulnoten?

Bei deinem Zeugniss solltest du nichts beschönigen. Schlechte Noten oder viele Fehlstunden sind kein positives Zeichen. Wenn dem so sein sollte, dann sprich es auch im Anschreiben offen an und versuche eine Erklärung zu liefern. Sind deine Fehlstunden z.B. auf eine längere Krankheit zurückzuführen? Hast du eine Erklärung für schlechte Noten? Auch hier sollte gelten: Immer erst an die eigene Nase packen, nicht die Schuld bei anderen suchen oder womöglich Ausreden erfinden. Bei einem guten Zeugnis gibt es kein Grund zur Sorge, hier kannst Du auch im Anschreiben einfließen lassen, wenn du über deine Stärken und deine Talente sprichst.

Ich lass meine Bewerbung einfach schreiben …

Schwerer Fehler! Wenn du dir beim Schreiben deiner Bewerbung von anderen helfen lässt, dann solltest du dich auf formelle Tipps und auf Korrekturlesen beschränken. Du bist zur Schule gegegangen und als angehener Azubi sollte man von dir erwarten können, dass du ein Anschreiben selber formulieren und schreiben kannst. Keiner erwartet ein stilistisch perfekte formuliertes Anschreiben von dir, es sollte jedoch von Dir kommen und etwas über DICH aussagen. Spätestens beim Vorstellungsgespräch fällt es dann auf, wenn die wohl formulierten Sätze aus dem Anschreiben gar nicht zu der Person passen, die da vor einem sitzt.

Etwas Farbe: Dein Bewerbungsfoto

Dein Bewerbungsfoto: Auch wenn Dir der Schnappschuss aus deinem letzten Partyurlaub besonderes gut gefällt, als Bewerbungsfoto geht das auf keinen Fall. Dein Bewerbungsfoto sollte auf jeden Fall ein Porträtfoto sein (maximal noch deinen Schultern und bis zur Brust), du solltest dich seriös kleiden und dich mit einem netten Lächeln zeigen. Versuche zu vermeiden, dass das Foto zu bunt, traurig oder zu trist ist, es sollte neutral sein und einen positiven Eindruck von dir vermitteln. Keine Ahnung welches das richtige ist? Lege ein digitales Fotoalbum mit deinen Bewerbungsfotos an und lass dich von Freunden und Kontakten beraten.

Per Post oder per E-Mail

Jedes Unternehmen hat einen bevorzugten Bewerbungsweg. Wenn Bewerbungen per E-Mail oder Online-Formular gewünscht ssind, dann halte dich auch daran. Noch immer meinen viele, dass eine Bewerbungsmappe was “zum Anfassen” ist und einen besseren Eindruck macht. Das ist Quatsch und kann pauschal so nicht behauptet werden. Bewerbungen per Post machen dem Unternehmen mehr Arbeit und sollten nur gesendet werden, wenn ausdrücklich gewünscht (bei manchen Ausbildungen macht das auch Sinn). Erkundige dich bei dem Unternehmen welcher Bewerbugnsweg gewünscht ist, sofern das nicht aus der Stellenauschreibung hervorgeht.

Verhalten nach der Bewerbung

Die Bearbeitung einer Bewerbung nimmt Zeit in Anspruch. Wenn du Dich online beworben hast, erhälst du meistens eine Bestätigung über den Eingang deiner Bewerbung. Je nach Größe des Unternehmens würden wir dir empfehlen Dich im Anschluss beim Unternehmen zu melden, sofern Dir nicht schon ein Feedback für einen bestimmten Zeitraum in Aussicht gestellt wurde. Wenn du also wissen willst, was Sache ist (weil du ggf. einen anderen Job schon haben könntest), dann einfach den Hörer in die Hand nehmen und anrufen. Mache das selber, nicht Mama oder Papa vorschicken. Hier unsere Empfehlungen für einen ersten Anruf nach Abschicken deiner Bewerbung:

  • Unternehmen bis 50 Mitarbeiter: 3 Wochen
  • Unternehmen bis 500 Mitarbeiter: 5 Wochen
  • Größere Unternehmen: 8 Wochen

Natürlich sind das nur grobe Richtwerte. Wenn du es nicht mehr abwarten kannst ruf einfach an. Aber 3 Wochen solltest du minimum warten!:)

Die finale Checkliste

Du hast deine Bewerbung geschrieben? Dann hier eine finale Checkliste:

  • Im Anschreiben erwähnst du, was dich an der Ausbildung und dem Unternehmen interessiert
  • Du erzählst etwas über Dich und wieso du die Ausbildung gerne machen möchtest
  • Das Anschreiben hast du selbst geschrieben, nicht abgetippt oder schreiben lassen
  • Dein Bewerbungsfoto ist ein Proträtfoto und wirft ein gutes Licht auf Dich
  • Schlechte Schulnoten oder Aussagen im Zeugnis hast du offen angesprochen
  • Das Unternehmen bekommt deine Bewerbung so, wie es vom Unternehmen gewünscht ist

Alle Fragen mit JA beantwortet? Dann viel Erfolg bei deiner Bewerbung um eine Ausbildung.

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