Duales Studium – Ausbildung und Studium optimal verbinden
14. Dezember 2008Keine Kommentare
Für das duale Studium wurde die Idee der dualen Ausbildung von der Lehre auf das Studium übertragen. Als Synonyme für den Begriff duales Studium können ausbildungsintegrierter Studiengang, BA-Studium und berufsintegriertes Studium verwendet werden.
Der wesentliche Unterschied zum „gewöhnlichen Studium“ an einer Hoch- oder Fachhochschule besteht darin, dass der Praxisteil nicht nur aus einzelnen Praktika oder einem Praxissemester besteht. Stattdessen werden die Studenten in einem dualen Studium parallel zur theoretischen Ausbildung in einem Betrieb geschult und können oftmals nicht nur einen Studienabschluss, sondern auch den Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf erlangen.
Es gibt noch keine verbindlichen Regelungen, wie das duale Studium aussehen muss. Das duale Studium, das meist von Berufsakademien angeboten wird, hat in fast jedem Bundesland folgende Merkmale: Der Studierende ist gleichzeitig Auszubildender in einem Betrieb. Die Ausbildung ist verwandt mit dem Studienfach und wird durch erforderliche Prüfungen abgeschlossen. Der Abschluss der Ausbildung ist jedoch nicht vorgeschrieben. Es besteht ein Kooperationsvertrag zwischen dem Studierenden, der Berufsakademie/ Hochschule und dem Ausbildungsbetrieb. Dieser besagt unter anderem, dass die Praxisphasen im Betrieb abwechseln mit theoretischem Unterricht, also Vorlesungen und Seminaren an der Hochschule. Der Vertrag legt auch die Vergütung fest, auf die der Studierende wie jeder Auszubildende einen Anspruch hat.
Darüber hinaus sind die Studienbedingungen beim dualen Studium meist sehr gut. Die Gruppen der Studenten sind an Berufsakademien oft kleiner und die Betreuung durch die Dozenten deshalb intensiver. Die Dauer der Praxis- und Theoriephasen beim dualen Studium ist abhängig vom jeweiligen Studiengang und der Hochschule, häufig kommt ein Wechsel alle drei Monate vor. Zum Ende des dualen Studiums können die Theoriephasen an der Hochschule auch deutlich länger werden. An manchen Hochschulen ist es üblich, dass die Studenten ergänzend zum betrieblichen Praxisteil abends oder an den Wochenenden die Berufsschule besuchen.
Zu den Nachteilen des dualen Studiums gegenüber einem Studium an der Hochschule zählt die Abhängigkeit vom Ausbildungsbetrieb, weniger Wissenschaftlichkeit und ein straffer Zeitplan. Manchmal ist auch ein Wohnortwechsel zwischen den Praxis- und Theoriephasen nötig, weil der Betrieb zu weit von der Hochschule gelegen ist. Die großen Vorteile des dualen Studiums liegen darin, dass die Studierenden schon während ihres Studiums die berufliche Praxis kennenlernen. Sie gewinnen Einblicke in das Berufsleben, die ein nicht duales Studium nicht bieten kann. Außerdem erhalten die Studierenden eine betriebliche Vergütung und nicht selten werden auch die Studiengebühren von der Ausbildungsstelle übernommen. Desweiteren ist der doppelte Abschluss ein großer Vorteil für die Studierenden. Es besteht in vielen Fällen die Möglichkeit, vom Betrieb eine Festanstellung angeboten zu bekommen.
Neben einer abgeschlossenen Ausbildung (der Betrieb legt fest, welcher Ausbildungsberuf im Rahmen des dualen Studiums erreicht wird) kann ein Azubi mit einem dualen Studium folgende Abschlüsse erreichen:
Bachelor of Arts
Bachelor of Science
Bachelor of Engineering
Bachelor of Laws

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