Als Azubi affines Unternehmen ist es ja durchaus naheliegend selber auzubilden. Dürfen wir das, erfüllen wir die Voraussetzungen, zu WAS können wir mit unserer gebündelten unternehmerischen Erfahrung überhaupt ausbilden?! Voller Tatendrang habe ich die Seite der IHK Köln gestürmt, um da eine weitere azubister Ausbildungsoffensive zu starten. Gebremst wurde der Elan zunächst durch ein Formular, über das man als ausbildungswilliger Unternehmen lediglich seinem Wunsch Ausdruck verleihen konnte, dass die IHK mit einem in Kontakt tritt. Das ist ungefähr so, als müsste man dem Bäcker abends eine Nachricht in den Briefkasten schmeissen, mit dem man ankündigt, dass man sich am kommenden Morgen über Brötchen freuen würde. Leicht irritierend wird es, wenn der Bäcker einen in den darauf folgenden Tagen nicht einmal reinlässt, sprich die IHK tagelang nicht antwortet (auch der Bäcker muss mal Urlaub machen). Nachdem wir den Bäcker dann anrufen mussten, um erneut kundzutun, dass man Appetit auf ein paar Brötchen habe, kam nach Wochen des Wartens dann endlich der heißersehnte Termin mit einem Ausbildungsberater der IHK. Ein äußerst angenehmer, kompetenter älterer Herr, der seine 30 jährige Erfahrung als Personalchef eines renommierten Unternehmens in den Dienst der IHK Ausbildungsberatung stellt. Beeindruckend, ein sehr angenehmes und informatives Gespräch, ein wirklicher Lichtblick. Allerdings stellt sich bei 25 über Ausbildungsberatern erneut die Frage, wieso man ausbildungswilligen Unternehmen nicht einen besseren Service bietet, als ein Website-Formular, dessen Nachrichten scheinbar nicht ankommen oder nicht gelesen werden. Das persönliche Gespräch blieb auch leider das einzige Highlight der IHK Initiative: mit einem Briefing, welche Formulare man auszufüllen hat, welche Schritte notwendig sind, einem effektiven Abriss in welchen Berufe wir ausbilden können wurden wir dann mit einem Stoß von Formularen und Papieren alleine gelassen. Kein weiterer Anruf, keine weitere Initiative der IHK, so funktioniert Ausbildungsoffensive einfach nicht. Kein leistungsorientiertes Unternehmen würde so einen potentiellen Kunden behandeln. Aber scheinbar können manche Bäcker alleine schon vom Hunger leben … oder vom Beitrag zahlungs(un)williger Mitglieder.