Azubis in Ostdeutschland verdienen mehr
25. August 2009Keine Kommentare
Die Verdienst-Lücke im Ost-West Vergleich wird kleiner: Azubi-Gehälter im Osten Deutschlands sind stärker getsiegen als die Bezüge der Westkollegen.
Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat berechnet, dass Azubis in 2008 im Osten Deutschlands durchschnittlich 567 Euro im Monat verdient haben, während ihre Kollegen im Westen im Schnitt mit 657 Euro entlohnt wurden.
In einigen Ausbildungsberufen ist das Lohngefälle so gut wie nicht mehr vorhanden: Kaufleute für Versicherungen und Finanzen zum Beispiel erhalten in Ost wie West nahezu das gleiche Gehalt. Angehende Sozialversicherungsfachangestellte und Vermessungstechniker verdienen in den neuen Ländern sogar mehr als im Westen.
In anderen Ausbildungsberufen holen die Lehrlinge im Osten mächtig auf: Bankkaufleute, Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk sowie Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik verdienten 2008 zwischen 10 und fast 17 Prozent mehr als im Vorjahr. Künftig wird es in den neuen Bundesländern flächendeckend weniger Kandidaten als Lehrstellen geben. Während einige Berufsfelder jedoch massive Nachwuchsprobleme bekommen, wird in anderen nach wie vor die Zahl der Bewerber größer sein als die der offenen Stellen – das gilt auch für Westdeutschland.
Der Ausbildungsmarkt muss darauf regieren und für verschiedene Berufe differenzierte Vergütungen anbieten. Dabei sind jedoch ökonomische Gesetzmäßigkeiten zu beachten: Auf der einen Seite steigern hohe Azubi-Gehälter die Attraktivität der entsprechenden Lehrstellen; auf der anderen Seite stellen sie Ausgaben dar, die nicht jeder Betrieb locker verkraften kann.



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